Mu’ri

Aus dem Chrestonim-Almanach

Verwendung: Last-, Reit-, Zugtier
Haltung: Weide, Buschland
Reisegeschwindigkeit: 6 Evet/Tag (14 Std.)
Maximalgeschwindigkeit: 11 Vat/sek.
Tragkraft: 220 Paccra
Zugkraft: 500 Paccra

Das Mu’ri ist in so ziemlich allen heißen und trockenen Regionen Chrestonims anzutreffen – von denen es freilich nicht viele gibt. So ist die Verbreitung dieses Tieres auf Yedea und die Insel Shettema beschränkt. Es ist ein Säuger und lebt in einem Herdenverband von bis zu 12 Tieren. Das Mu’ri trägt ein zottiges Fellkleid, welches seinen Wasserhaushalt regelt. Die Farbgebung des Fells ist meistens ein Braun in allen Stufen, vereinzelt auch ein Sandgelb. Schwarze Mu’ris gelten hingegen als feine Seltenheit und man geht davon aus, dass es nur alle 10 Jahre solch einen Wurf in einer Herde gibt. Entsprechend hoch sind auch die Preise, die solcherart gefärbte Tiere auf den Märkten der jeweiligen Regionen erzielen.

Mu’ris sind von Natur aus zäh. Sie können weite Strecken zurücklegen mit nur wenigen Ruhepausen. Ihre Genügsamkeit an Wasser und Nahrung kommt ihnen dabei zugute. Die meiste Zeit ernähren sich diese Tiere von dem was sie finden…egal ob Plane oder Kleintiere, sie fressen alles.

Das Mu’ri besitzt drei Hörner, welche sich am Kopf befinden. Eines auf der Stirn und zwei an den Seiten. Sie dienen nicht nur der Verteidigung, sondern auch der Jagd. Das Mu’ri gräbt in der Erde nach Beutetieren und spießt sie dann mit dem Stirnhorn auf. Wenn sich ein Mu’ri angegriffen fühlt, zieht es den langen Hals ein wenig zurück und legt die Ohren an. Dann fletscht es die Zähne und wackelt mit dem Kopf hin und her, um dem Angreifer zu sagen: „Komm her und du erleidest Schmerzen!“Wenn das Mu’ri angreift, rennt es mit gesenktem Stirnhorn auf den Feind zu und versucht diesen zu erstechen. Das ist auch einer der Schwachpunkte des Tieres, denn in diesem Moment sieht es nicht, was vor ihm geschieht. Im Kampf unterstützen die Seitenhörner das Mu’ri, indem es den Kopf wild hin und her pendeln lässt.

Der Körperbau dieser Vierbeiner mutet etwas merkwürdig an: Sie haben einen plump wirkenden Rumpf und enorme Vorderläufe. Die Hinterbeine erscheinen dagegen etwas zurückgebildet. Das mag ihren Gang auf der Ebene etwas holprig wirken lassen, macht sie erstaunlicherweise jedoch zu erstaunlich guten Bergsteigern. Verbunden mit seiner verhältnismäßig großen Tragkraft gilt es als gutes Transportmittel, gerade im Gebirge. Fügt man nun noch die Zähigkeit dieser Tiere hinzu liegen die Qualitäten als Packtier auf der Hand.

Das Problem ist nur, dass es unheimlich schwer ist ein Mu’ri zu fangen…und vor allem zu zähmen! Aufgrund ihrer Wildheit ist dies ein Abenteuer für sich und mit dem Zureiten von Teccrakhas durchaus zu vergleichen. Außerdem kommt es nicht selten vor, das ein Mu’ri bockig wird und seinen Besitzer bei der nächsten Ruhepause ein Horn in den Hintern stößt.